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20 Jahre Vertreibung von Kaffeebäuer*innen in Uganda zugunsten der Neumann Kaffee Gruppe Hamburg

Bitterer Kaffee

Im August 2001 vertrieb die ugandische Armee Bewohner*innen aus vier Dörfern im Bezirk Mubende, weil die Regierung das Land an die Kaweri Coffee Plantation Ltd. verpachtet hat. Kaweri ist eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe (NKG) mit Sitz in der Hamburger HafenCity. NKG ist weltweit führender Rohkaffeedienstleister.

Die Vertriebenen in Uganda wurden bis heute nicht angemessen entschädigt. Mit Unterstützung durch die Menschenrechtsorganisation FIAN forderte ein großer Teil der Vertriebenen ihre Rechte in Uganda vor Gericht ein. Erst nach elf Jahren, 2013, sprach das zuständige Gericht das erste Urteil – zugunsten der Vertriebenen. Sowohl Kaweri Coffee Plantation Ltd. als auch die Vertriebenen haben Berufung eingelegt. Das Urteil wurde aufgehoben und zur erneuten Bearbeitung an das Hohe Gericht in Nakawa zurückgegeben. 2019 wurde eine Mediation unter gerichtlicher Aufsicht angeordnet, die bis heute noch kein Ergebnis erzielt hat. Diesen September soll ein weiterer Gerichtstermin dazu stattfinden.

Die ökonomische Situation der vertriebenen Familien ist trotz aller Bemühungen von Hilfsorganisationen und von Kaweri weiterhin schlecht: Es gibt keinen ausreichenden Zugang zu Trinkwasser, viele Vertriebene hungern, weil sie kein Land zum Anbau von Nahrungsmitteln haben und Familien können für die Schulkosten ihrer Kinder nicht aufkommen. Eine angemessene Entschädigung würde die Situation sehr verbessern.

Die Veranstalterinnen unterstützen die Forderungen der Vertriebenen an die Neumann Kaffee Gruppe, eine zügige Beendigung des Gerichtsverfahrens nach rechtsstaatlichen Regeln zu verlangen. Dazu soll das Unternehmen eine Sondersitzung des Gerichts beantragen, in der Klägerinnen und Beklagte ihre Beweise und Argumente präsentieren. Damit könnte das Verfahren nach 20 Jahren endlich abgeschlossen werden und es gäbe Rechtssicherheit für die Vertriebenen.

Der Film „Bitterer Kaffee“ zeigt die Lage der Vertriebenen von Mubende und ihren Kampf für Gerechtigkeit.

>Film >Gespräch >Aktion: Bitterer Kaffee
2. Oktober, 18 – 21 Uhr, Magellan-Terrassen HafenCity

Dokumentarfilm: Bitterer Kaffee: Uganda – Bauern kämpfen um ihr Land“ von Michael Enger
Musik: Angelina Akpovo, Hamburg
Videobotschaft von Peter Kayiira, Sprecher der Vertriebenen

Redebeiträge:
Gertrud Falk, FIAN Deutschland e.V.
Pastor Siaquiyah Davis, Nordkirche
Norbert Hackbusch, Bürgerschaftsmitglied der LINKEN
Julia Sievers, Hamburger Initiative Lieferkettengesetz
N.N., el rojito. kaffee solidarisch e.V.

Veranstalterinnen:
Agrar Koordination, Forum für internationale Agrarpolitik Hamburg e.V.; Evangelische Akademie der Nordkirche; Ökumenische Arbeitsstelle Weitblick im Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein; Bramfelder Laterne, Infozentrum Globales Lernen im Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost; Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche; FIAN Deutschland e.V.; hamburg global – Netzwerk für weltweite Gerechtigkeit; Hamburger Initiative Lieferkettengesetz; DIE LINKE, Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft; Mobile Bildung e.V., Hamburg; Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche

Kontakt für Rückfragen:

Zur Veranstaltung in Hamburg:
Dr. Stephan Linck, Evangelische Akademie der Nordkirche – Büro Hamburg, Tel. 0176-31708428, e-mail: stephan.linck@akademie.nordkirche.de

Zur Vertreibung in Uganda:
Gertrud Falk, FIAN Deutschland, Tel. 01515 699 62 78, e-Mail: g.falk@fian.de

Veranstaltungsplakat (Pdf):
2021_Plakat_Neumannkaffee_660KB.pdf

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